Chaotischer Catalysator Stipendium

Wir sind zurück mit Print

Wir sind ein kleines Projekt mit kleinem Team. Unser Ziel war von Anfang an klar: Menschen sollen wissen, dass es uns gibt. Dafür wollen wir sichtbar sein, aber können es auch nicht stemmen von einer riesigen Welle an Anfragen überrollt zu werden. Für jede Bewerbung soll die Zeit einer umfangreichen Prüfung und Bewertung bleiben.

Lea hält einen Vortrag in einem Uniraum. Hinter ihr kann man die Vortragsfolien zum Thema Medien der Wissenschaftskommunikation erkennen. Vor ihr sitzen einige Personen und schauen den Vortrag an.

Das Thema Werbung begleitet uns deshalb schon von Beginn an. Bisher haben wir ungefähr 1000 bis 2000 Euro pro Jahr in Postalische Werbung gesteckt und ganz klassisch Poster und Flyer verschickt. Vor allem an die öffentlichen Adressen vieler deutsche Universitäten und Hochschulen, zum Teil auch an Fachbereiche die für uns interessant sein könnten, sowie an Einzelpersonen. Insgesamt über 200 Briefumschläge haben wir dafür händisch verpackt und versendet. All das ist sehr viel Arbeit für Sendungen auf Verdacht. In der Hoffnung, dass es hängen bleibt und die richtigen Leute erreicht, vor Ort ausgehangen, oder unsere Flyer in Informationszentren ausgelegt werden, haben wir uns die Mühe jedoch gerne gemacht. Wie viele Menschen uns durch diese Aktion jedoch gefunden haben, ist völlig unklar.

Wenn Menschen sich bei uns beworben haben, dann gaben sie meistens den Newseletter als Informationsquelle an. Häufig sind es auch Betreur/*innen die auf uns aufmerksam machen, oder man wurde über CCC Events informiert.

Brauchen wir also wirklich Print-Werbung? Oder können wir uns das Geld, Papier und den Aufwand sparen?

Letztes Semester haben wir genau das ausprobiert. Keine Print Werbung. Anstellen dessen haben wir begonnen auf Mastodon präsent zu sein und einen Instagram Account gestartet.

Mit dem Start des Semester begann auch wieder die Bewerbungsphase des Stipendiums. Die ersten Wochen waren verdächtig ruhig. Mit der Zeit wurde klar: Es kamen dauerhaft nur sehr vereinzelt Bewerbungen. Wir nutzten den Moment um in der Mitte des Semesters noch mal unsere social media Präsenz zu erhöhen und Newsletter zu verschicken. Am Ende hatten wir Glück. Die Bewerbungen, die nun kamen waren zum Ende hin doch noch so gut, dass wir alle Stipendien vergeben konnten. Aber das Gefühl, dass dieses Semester deutlich Werbung gefehlt hat, blieb.

Lea hält einen Vortrag in einem Uniraum. Hinter ihr kann man die Vortragsfolien zum Thema Medien der Wissenschaftskommunikation erkennen. Vor ihr sitzen einige Personen und schauen den Vortrag an.

Also sind wir dieses Jahr wieder zurück zum Papier. Aber statt weiter blind an Universitäten zu schicken, gehen unsere Briefe jetzt gezielt an die Studierendenvertretungen, in der Hoffnung dass sie dort besser verteilt werden. Ob das tatsächlich besser funktioniert, wird sich nach diesem Semester zeigen.

Wenn auch du Plakate an passenden Orten aushängen magst, schreibe uns gerne eine Mail mit Name und Adresse. Dann schicken wir ein Werbeplakat mit Postern und Flyern auf den Weg zu dir.